Vietnam (Ho Lu)

Armutsbekämpfung durch Solarstrom

Folgeprojekt nach erfolgreichem Aufbau einer Solarstromanlage im Bergdorf Ca Lo.

 

Projektort

Das Bergdorf Ho Lu liegt in der dichtbewaldeten und gebirgigen Provinz Cao Bang im Nord-Osten von Vietnam. Die Entfernung zur nächsten Straße beträgt ca. 35 km. Eine Anbindung an die ca. 80 km entfernte, regionale Stromversorgung ist wegen der dünnen Besiedlung nicht geplant.
Die 31 Familien des Dorfes leben in großer Armut, da aufgrund von kargen Böden und der Trockenzeit in diesem Gebiet nur Mais als Kulturpflanze gedeiht. Der geringe Ernteüberschuss, sowie im Wald gesammelte Heilkräuter werden auf dem Markt im nahen China verkauft oder gegen andere Produkte getauscht.
Ohne Zugang zu elektrischem Strom, haben die Einwohner weder die Möglichkeit landwirtschaftliche Produkte zu veredeln, noch können sie das traditionelle Handwerk weiterentwickeln. Darüber hinaus ist offenes Feuer derzeit die einzig verfügbare Lichtquelle.
Ohne Strom sind eine Verbesserung der Gesundheitssituation und Verringerung der Armut vor Ort kaum möglich.

Projektziel

Das Projekt unterstützt die EoG-Schwerpunkte Gesundheit, Bildung und wirtschaftliche Entwicklung. Durch den Aufbau eines Inselstromnetzes (bestehend aus Photovoltaikanlage und Batteriespeicher), soll eine zuverlässige Stromversorgung ermöglicht werden.

Dadurch kann das Leben der Dorfbewohner auf vielfältige Weise verbessert werden:

  • Beleuchtung für das neue Schulgebäude, damit der Unterricht auch an dunklen Winternachmittagen stattfinden kann.
  • Stromanschluss für jedes Haus, um offenes Feuer als Lichtquelle zu ersetzen. Damit soll zum einen die Gefahr von Atemwegs- und Augenerkrankungen reduziert werden. Zum anderen haben die Kinder dann die Möglichkeit, auch abends ihre Hausaufgaben zu machen. Außerdem können die Eltern handwerkliche Produkte zum Verkauf auf dem Markt herstellen.
  • Hilfe zur Selbsthilfe: Die örtliche Entwicklungshilfegesellschaft DECEN ist bereit, einen Kühlschrank sowie eine elektrische Mühle zu spenden. Dies ermöglicht der Dorfgemeinschaft, aus den geringen Ernteüberschüssen höherwertige Produkte herzustellen.

In Ho Lu wird mit Fertigstellung des Projekts eine dörfliche Genossenschaft gegründet, die neben der Wartung der PV-Anlage, bei steigendem Strombedarf auch deren Erweiterung selbst organisieren und finanzieren soll.
Im Bergdorf Ca Lo, in dem wir ein ähnliches Projekt erfolgreich umsetzen konnten, wurde dieses nachhaltige Genossenschaftsmodell bereits etabliert.

Finanzierung

  • Spendenbedarf für Material, Logistik und Lohn einheimischer Arbeiter: ca. 23.800 €
  • Bereits zugesagte ehrenamtlichen Arbeit durch EoG: ca. 1.100 Stunden

Partner vor Ort

Fortsetzung und Ausbau der bewährten Kontakte aus unserem abgeschlossenen Projekt in der Region:

  • Renewable Energy Research Centre, University of Technology Hanoi
  • Cao Bang Community Centre DECEN
  • Solarfirma RED SUN ENERGY

Rolle von EoG

  • Gesamtorganisation des Projekts
  • Spendensammlungen und Öffentlichkeitsarbeit
  • Fachliche Unterstützung bei der Inbetrieb-nahme und Installation der Anlage vor Ort
  • Technische Schulung der Dorfbewohner zur späteren Wartung der Anlage

Unterstützen Sie unser Projekt!

Spendenkonto:
Inhaber:   Elektriker ohne Grenzen e.V
Bank:   Evangelische Bank eG
IBAN:   DE25 5206 0410 0005 0110 60
BIC:   GENODEF1EK1
Verwendungszweck:   Spende EoG Projektarbeit


 

Ein Bergdorf mit Stromanschluss – Solarstromprojekt in Ca Lo erfolgreich umgesetzt

Zum allerersten Mal in der Geschichte erleuchten jetzt Lampen das
vietnamesische Ca Lo.

Durch unser ehrenamtliches Engagement hat das kleine Bergdorf im Nordosten des Landes nun einen eigenen Zugang zu nachhaltig erzeugter Elektrizität. Und das in einer Region, in der der nächste Stromanschluss 60 km entfernt ist.

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Zusammen mit den Dorfbewohnern haben unsere beiden Projektleiter Peter und Tom
die Gestelle montiert, 40 Solarpanels und den Batteriespeicher installiert, Strommasten gesetzt und ca. 500 m Freileitungen gezogen.13528773_1438755149483852_7120619334118108306_n

 

Seit wenigen Tagen leuchten nun auch in der Dorfschule und im Dorfgemeinschaftshaus erstmals die eingebauten, energiesparenden LED-Lampen. Dadurch ermöglicht der 13516592_1438754972817203_2092580609320094133_nSolarstrom den Kindern künftig auch Unterricht an dunklen Winternachmittagen und den Abendstunden. Zudem wird die Gefahr durch Rauch und von Bränden deutlich reduziert – denn die Lampen lösen Kerzen und Fackeln ab, die bisher von den Dorfbewohnern zur Beleuchtung genutzt wurden.

 

 

Die Elektrizität soll zum Entwicklungsmotor der kleinen Dorfgemeinschaft werden und kann ihr den Weg aus der Armut zeigen:

  • Die Schulbildung der Kinder wird durch die längere Beleuchtung optimiert
  • Die Gesundheit der Dorfbewohner wird besser, da offenes Feuer – und damit die Rauchgasbelastung – deutlich reduziert werden kann
  • als Folgeprojekt will die örtliche Entwicklungsgesellschaft dem Dorf eine elektrische Sojamühle stiften, mit der höherwertige Produkte wie z.B. Tofu hergestellt werden kann.

 

Nachfolgend noch ein paar technische Details der installierten Projekt-Bestandteile:

  • 40 Solarpanel (monokristallin) mit je 155 Wp
  • 60 LED-Lampen
  • 500 m Freileitung
  • 5 Strommasten aus Stahl; weitere Masten aus Bambus
  • 2 Wechselrichter (5000 VA/ 4000 W)
  • Batteriespeicher: 16 St. – 12 V, 200 Ah

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Weitere Projektberichte, Bilder und Videos folgen!


Weitere Projekte sind bereits in Planung.

Unterstützt unsere rein ehrenamtliche Vereinsarbeit, um auch andernorts „für Spannung“ zu sorgen. Denn noch immer haben mehr als eine Milliarde Menschen keinen oder nur einen ungenügenden Zugang zur Elektrizität.

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