Nepal (Charghare)

Unser erstes Projekt haben wir erfolgreich im November 2012 durchgeführt.

Wo? 
Charghare, Nepal

Was? 
Elektrifizierung einer Schule durch PV-Anlagen sowie die Verkabelung der Gebäude. Hierdurch konnte sicher gestellt werden, dass den Schülern durch die Speicherung des Stroms in Batterien durchgängig Licht zum Lernen zur Verfügung steht. Zudem wurden die Bewohner in Betrieb und Wartung der Anlage geschult, damit diese langfristig und störungsfrei arbeitet.

Partner?
Electriciens sans Frontières
Rheinland-Lorraine-Nepal e.V.
Lorraine Népal de Thionville

 

Folgeprojekt:
Zusätzlich führt EoG im Rahmen des Pilotprojekts eine Bedarfsanalyse für das Folgeprojekt in Deosa durch. Zudem soll gemeinsam mit der Bevölkerung die Verteilung der Aufgaben festgelegt werden. Es handelt sich dabei um die Elektrifizierung einer Schule mittels eines Kleinwasserkraftwerks.

Nepal (Deusa)

Das Projekt unterstützt den EoG-Schwerpunkt „Bildung“ und „wirtschaftliche Entwicklung“. Dabei soll mit dem Aufbau eines Speicherkraftwerks (14kW -Generator) und der Elektrifizierung der fünf örtlichen Schulen (Verkabelung für Licht, Computer und elektrische Kleingeräte) der erste Schritt zur Versorgung des Ortes gemacht werden. Darauf folgend besteht die Option, in einem zweiten Schritt, die anliegenden Häuser des Ortes zu elektrifizieren.

Schon Ende 2012, während der Durchführung des ersten EoG-Projektes in Charghare, wurde dieses Projekt identifiziert und der Bedarf sowie die Machbarkeit des Projektes genau analysiert.

Das Projekt findet in zwei Schritten statt:
– Ende 2013: Bau der Wasser-Kraftwerkes und Elektrifizierung des ersten großen Schule
– Erste Hälfte 2014: Elektrifizierung der vier restlichen Grundschulen

Projektpartner:
In Europa:
– Electriciens sans Frontières (ESF), Lothringen/ Frankreich
Vor Ort:
– Sherpa Children Assistance Association
– Schulkommitee Deusa

Aktuelles:
Am 07.11.2013 ist unser Team, Didier (ESF), Marcel (ESF), Fabrice (ESF) u. Willy (EoG), in Kathmandu angekommen. Nach mehrtägiger Reise mit dem Geländewagen und zu Fuß haben sie am 11.11. Deosa erreicht. Der ESF Leiter hat uns informiert, dass alle gesund sind und sich trotz der langen Anreise auf die Mission freuen. Wir hoffen, dass kleine exotische Insekten und ein kalter Schlafplatz am Boden der Motivation unserer Freiwilligen keinen Abbruch tun.

Abschlussbericht (10.01.2014):
Im November 2013 konnte die erste Phase des Deusa-Projektes in Solukhumbu, Nepal erfolgreich abgeschlossen werden. In diesem Projekt-Abschnitt wurde ein Dreiphasenwechselstromgenerator installiert, den eine Pelton-Wasserturbine antreibt und bis zu 15 kW elektrische Leistung zur Verfügung stellt. Beides wurde in einem hierfür errichteten Generatorhaus am Flussufer im Tal untergebracht. Ebenfalls erfolgte die Installation das Freileitungsnetz bis zur „Deusa Secondary School“, mit der eine Distanz von 2,5 km und ein Höhenunterschied von mehr als 600m überwunden wird. Diese Arbeiten sowie der Bau des notwendigen Wassertanks und des Kanals zur Wasserzufuhr der Turbine, wurden von den Dorfbewohnern unter der Leitung des einheimischen Elektrikers Uttar Rai ausgeführt. Somit musste bei der Ankunft unserer Elektriker Didier Issen (ESF), Fabrice Dinhof (ESF), Marcel Barat (ESF) und Willy Noesen (EOG) nur noch das Gymnasium verkabelt und der Generator an das Stromnetz angeschlossen werden. Zudem überprüften wir die ordnungsgemäße Ausführung der Arbeiten der Dorfbewohner.

Das Herzstück dieser Mission, das Gymnasium, besteht aus sechs Gebäuden, aufgeteilt in 19 Klassenzimmer, einen Informatikraum und ein Lehrerzimmer. Im Lehrer- und Informatikzimmer wurden mehrere Steckdosen installiert, was das Benutzen von Computern, Druckern o.ä. erlaubt. In den übrigen Klassensälen wurde eine Beleuchtung angebracht. Dadurch besteht die Möglichkeit, bei Dunkelheit, Kälte oder Regen mit geschlossenen Fensterläden – da die Gebäude nicht mit Glasfenstern ausgestattet sind – zu unterrichten. Abhängig von den Gegebenheiten der Räume handelt es sich dabei um Leuchtstoffröhren oder Kompaktleuchtstofflampen. In naher Zukunft werden Computer angeschafft, um mit Hilfe von Informatikunterricht den Schülern dieser abgelegenen Region den Weg in einen fortschrittlichen Beruf zu ebenen.

Im zweiten Teil dieser Mission werden vier Grundschulen, die sich in der Nähe der „Deusa Secondary School“ befinden an das bestehende Netz angeschlossen und verkabelt. Die primären Ziele der Mission ist die Elektrifizierung der Schulen, allerdings wurde der Generator so dimensioniert, dass die Dorfbewohner ebenfalls an das Netz angeschlossen werden können, dies kann ihnen den Alltag durch elektrisches Licht, Mühlen o.ä. erleichtern.

Erste Bilder findet ihr hier: